Zwillinge natürlich geboren trotz Krankenhaus

Zwillinge natürlich geboren trotz Krankenhaus
Ich bin seit dem 30.06.2014 glückliche Mama von Zwillingen, Momo und Yasu und seitdem auch Leserin der super Zeitschrift ZWILLINGE. Besonders gerne lese ich die Berichte über die unterschiedlichen Geburten und dachte mir vielleicht kann ich von meinen Erfahrungen ebenfalls berichten.

Mein Bericht wurde in der Ausgabe ZWILLINGE – Zeitschrift für Mehrlingseltern, Heft 273, Mai 2015 veröffentlicht.

Alles sollte so natürlich wie möglich gehalten werden,

so war mein erster Ultraschall in der 20. SSW. Vorher wurde ich von meiner Hebamme betreut, die mir riet mal nachschauen zu lassen, ob die Plazenta nicht vielleicht vor dem Ausgang liegt. Mein Mann Marco sowie Sohn Aaron waren mit dabei als sich eine zweite Wirbelsäule auf dem Monitor zeigte. Die Freude war groß und gleichzeitig wurde uns bewusst, aus der gewünschten Hausgeburt wird wohl nichts werden.

Ich wollte in meiner vertrauten Umgebung wie bei Aaron zu Hause Entbinden und rief sogleich meine Hebamme an, um sie zu fragen, ob es nicht doch möglich ist. Leider kam von Ihr ein Nein, da sie mit Zwillingsgeburten nicht viel Erfahrung hat und eine Zweite in diesem Bereich erfahrende Kollegin dafür braucht. Allein der Gedanke an eine Entbindung im Krankenhaus, welches auch immer erzeugte bei mir Stress, da ich wusste, dass ich dort den Zwängen der Schulmedizin ausgeliefert sein werde und mein Wunsch z.B. keinen Pro-Forma gelegten Zugang zu bekommen nur mit Kampf verbunden wäre. Also ließ ich bei meiner Hebamme nicht locker und sie fragte alle Ihr bekannten Hebammen nach Unterstützung. Leider war keine gewillt dieses Risiko auf sich zu nehmen, gerade jetzt wo die Lage der Hebammen auf der Kippe steht. Ich selber fand noch drei weitere Hebammen über das Internet die mit der Geburt von Zwillingen bereits Erfahrung hatten und rief sie hoffend an. Doch auch hier bekam ich nur ein Nein als Antwort, mir liefen die Tränen. Eine selbstbestimmte Geburt mit Zwillingen war also in diesem Land nicht möglich.

Mit der Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass hinter allem ein tieferer Sinn liegt, den wir nicht sofort erkennen und es dann einfach heißt zu vertrauen und die Gegebenheiten, die jetzt da sind anzunehmen.

Also schauten mein Mann und ich uns verschiedene Krankenhäuser an. Unsere Wahl fiel dann auf das am nächsten liegende, da sie hier im Vergleich die meisten Zwillingsgeburten hatten und die anderen Krankenhäuser zwar in ihrem Infoabend auf natürliche Geburt setzten im Vorgespräch aber nur alle erdenklichen Notfallsituationen aufzählten und ich nicht das Gefühl hatte hier gut aufgehoben zu sein.

Am Sonntagabend den 29. Juni war es dann soweit.

Die Wehen Tätigkeit hatte sich verändert und durch meine erste Geburt von Aaron, wusste ich, dass es nun losging. Bis wir dann los fuhren verging noch eine Stunde. Wie schön wäre es jetzt einfach zu Hause zu bleiben und dem natürlichen Gang der Geburt seinen Lauf zu lassen. So war die Autofahrt trotz der kurzen Strecke einfach doof. Vom Auto aus riefen wir meine Hebamme an und sie machte sich ebenfalls auf den Weg ins Krankenhaus.

Im Kreißsaal angekommen wollte die dort arbeitende Hebamme unbedingt einen Ultraschall machen um zu sehen wie sie liegen. Das konnten wir ihr auch so sagen, seit der 28.ten SSW lagen beide mit Kopf nach unten, wobei das auf der Herzseite liegende das führende war und gleichzeitig auch das leichtere der beiden Babys. Wir glaubten nicht, dass sich das geändert hat seit letzter Woche, wo wir hier im Krankenhaus einen Ultraschalltermin hatten. Die Hebamme ließ nicht mit sich reden, sie bestand darauf. Also rauf auf diese blöde Liege. Die auftauchende Ärztin wollte dann natürlich auch gleich einen Zugang legen. Na gut, wenn es sie beruhigt, dann aber bitte gleich in der Ellenbeuge, da unten an der Hand finden sie so wie so nichts, das tut mir nur weh. Nachdem sie mir dann noch den CTG Schreiber umgeschnallt hatten, das erste Mal in dieser Schwangerschaft, hatten sie alle medizinischen Vorkehrungen getroffen. Gut, jetzt sollten sie mich aber auch in Ruhe gebären lassen.

Ich wollte nicht auf dieser Liege entbinden, also so schnell wie es möglich war begab ich mich auf alle viere. Den Gebärhocker, nach Wunsch von mir geholt benutzte ich zum Abstützen vor mir für die Arme. So blieb ich auch die ganze Zeit über hocken. Die für mein Wohlbefinden wichtigen Menschen waren in meinem Gesichtsfeld, mein Mann und meine Hebamme und das medizinische Personal wuselte an meinem Hintern herum.

Um 1 Uhr 24 war unser erstes Wunder MOMO mit 2550 Gramm da und ihre Schwester YASU unser zweites Wunder kam acht Minuten um 1 Uhr 32 mit 2620 Gramm später auf die Welt. So lange haben wir auf sie gewartet und nun ging alles so schnell. Insgesamt war es eine Geburt von zwei Stunden, ohne Komplikationen. Meine Hebamme sagte nur zu meinem Mann: das wäre so gut zu Hause gegangen.

Glücklich beide Babys auf meinem Bauch strahlte ich meinen Mann an.


Zum Schluss bedankte sich der Oberarzt dafür, dass er einfach nur dabei sein durfte und nicht wie sonst eingreifen musste und die Ärztin war ganz erstaunt darüber, dass ich Zwillinge im 4-füsslerstand entbunden habe, sie dachte nicht das das geht. Für mich war es das natürlichste und für die anderen war alles wohl eher exotisch.
Auf der Station blieben wir nur kurz und haben uns quasi selber entlassen. Erst zu Hause konnte ich durchatmen und unser Glück so richtig genießen.

Alles in allem war es trotz Krankenhaus für mich leichter als bei der ersten Geburt von Aaron, die nur 1 1/2 Stunden länger dauerte. Großen Anteil daran hatte mein Mann, der mir auf wundervolle Weise zur Seite stand. Ein großes DANKE an dich mein Schatz.

Janina

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